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Cashew-Trockenaprikose-Nascherei


Habt Ihr Lust auf Süßes ohne Zucker? Diese Bällchen kommen nur mit drei Zutaten aus, die ich immer da habe. Gefunden habe ich das Rezept in einem Kochbuch von Jamie Oliver.

  • 200 g Cashewkerne
  • 80-100 g Trockenaprikosen
  • 1-2 cm frische Ingwerwurzel geschält

Zuerst werden die Cashewkerne im Mixer klein gemalen, bis sie pulverig und krümelig sind.

Danach gebe ich die Trockenaprikosen und die Ingwerstückchen dazu und manchmal pimpe ich das Rezept auch mit etwas Smoothiepulver ;-).

Jetzt kann die Menge ungefähr eine Minute bei höchster Mixerstufe zu einem klebrigen Teig verarbeitet werden. Ich fülle ihn danach auf einen tiefen Teller und forme erst einmal einen großen Teigball daraus. Mit den Händen lasse ich dann so ungefähr 50 bis 60  viele kleine Energiebällchen entstehen.

 

Sie sind drei bis 5 Tage im Kühlschrank haltbar, wenn sie nicht vorher schon gegessen werden. Wie immer könnt Ihr hier mit der Menge der Trockenaprikosen den Süßegrad selbst bestimmen.

Guten Appetit!

August 2019

Süße Haferplätzchen * zuckerfrei * glutenfrei * vegan

Vor einigen Monaten entdeckte ich das Buch „Für immer zuckerfrei – schlank, gesund und glücklich“ von Anastasia Zampounidis. (* Affiliate-Link zu Amazon öffnet sich in einem neuen Fenster).

Neben den positiven Aspekten auf körperlicher Seite fand ich jene auf emotionaler und seelischer Ebene spannend. Das wollte ich auch austesten und begann mit der zuckerfreien Ernährung.
Im Wunsch, auch meine Familie mit gesunder Nahrung zu versorgen, überlege ich immer neu, wie es auch für sie besonders lecker sein kann. Dabei habe ich mir diese Kekse ausgedacht:

Zutatenliste:
150 g Dattelpaste (* Affiliate-Link zu Amazon öffnet sich in einem neuen Fenster)
150 g Hafermilch oder Wasser
350 g Haferflocken oder Buchweizenkörner oder – mehl
200 g Rosinen
50 g Rapsöl
1 TL Salz (Wir nutzen Stein- und Meersalz)

Zunächst verrühre ich die dicke Dattelpaste mit der Flüssigkeit (Hafermilch oder Wasser) zu einem dünnen Brei. Dann werden die restlichen Zutaten hineingemixt. Je nach Konsistenz kann ich noch mehr Flüssigkeit oder Haferflocken hinzugeben. Nun forme ich den Teig zu kleinen Plätzchen – ähnlich, wie Bratlinge. Falls es zu krümelig-klebrig wird, mache ich die Hände nass und dann klappt es besser.

Um Backpapier zu sparen, streue ich Haferflocken auf das Backblech. Dadurch kleben die Plätzchen nicht am Blech und die Haferflocken sind ja sowieso Bestandteil der Süßigkeit.
Der Backofen läuft dann für 15 Minuten bei Ober- und Unterhitze auf 200°Grad-Celcius. Danach schalte ich ihn aus und wende die Plätzchen. So können sie noch einmal 10 Minuten auf der anderen Seite durchgaren.

Es ist mir auch schon gelungen, den Teig abends vorzubereiten und geformt auf das Backblech zu legen. Am nächsten Morgen konnte ich dann den Ofen einschalten und wir hatten feine Frühstückskekse – statt Brot.

Übrigens, die Haferkekse sind nur dann garantiert glutenfrei, wenn die Haferflocken auch als solche ausgewiesen werden. Hier z.B.: * Affiliate-Link zu Amazon öffnet sich im neuen Fenster.

Wenn Ihr das nun probiert habt, wisst Ihr, ob Euch die Kekse süß genug oder gar zu süß sind. Dann variiert den Anteil an Dattelpaste oder Rosinen, wie es Euch beliebt und ich wünsche Euch einen GUTEN APPETIT!

* Wenn Ihr über die Affiliate-Links bei Amazon einkauft, zahlt Ihr den normalen Preis und ich erhalte eine kleine Mini-Provision.

Rohköstliche Schokotorte

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Ich gebe zu, ich habe mich an den Rezepten, die im Internet herumschwirren, bedient, um meine eigene Variante zu bekommen.
Hier ist sie:

Zutatenliste für einen Tortenring mit ca. 26 cm Durchmesser:

300 g Datteln

170 g Cashewkerne

200 g Haferflocken

50 g Kakaobutter

100 g Kokosöl

1 TL Vanillepulver oder einige Tropfen Vanillearoma

1 EL Apfelessig (Kaum zu glauben, aber man schmeckt ihn nicht heraus. Er unterstützt  den Kakaogeschmack.)

70 g Kakao- oder Carobpulver (oder gemischt im beliebigen Verhältnis)

Wer auf Enzyme und lebendige Nahrung achtet, sollte alle Zutaten in Bio- und Rohkostqualität kaufen. Am liebsten noch im Unverpacktladen in der Nähe einkaufen.

Vorbereitung:

Es ist von Vorteil, wenn man schon einen Tag vorher weiß, dass man diese Torte machen möchte und auch alle Zutaten da hat. Denn, sie wird cremiger, nährstoffreicher und bekömmlicher, wenn die 300 g Datteln und 170 g Cashewkerne jeweils für ca. 8 Stunden in reichlich Wasser eingeweicht werden.

Mit einem Hochleistungsmixer klappt es aber auch mal ausnahmsweise ohne Einweichen ;-). Aber Achtung, nach der Zubereitung soll die Torte noch für 5-8 Stunden im Kühlschrank festwerden. Im Tiefkühlschrank geht es etwas schneller, ca. 1-2 Stunden.
Zunächst stellst Du Dir den Tortenring auf die gewünschte Größe. Hierbei kommt es nicht so sehr auf den Zentimeter an. Wenn der Boden und die Creme mal etwas dicker sind, dann schneidet man eben schmalere Stückchen ab. Unser Tortenring steht direkt schon auf der Glasplatte, die später auch auf dem Tisch stehen darf.

Boden:

200 g Haferflocken

150 g von den jetzt eingeweichten Datteln

20 g Kokosöl

im Mixer zu einer klebrigen Masse pürieren. Diese als Boden mit den Händen auf die Platte drücken. Manch einer kennt diese Prozedur vielleicht noch von der herkömmlichen Variante mit krümeligen Biskuit-Keksen in zerlassener Butter ;-).
Kurz in den Kühlschrank stellen und in dieser Zeit die Schokocreme zubereiten.

Schokocreme:
Das Wasser der Cashewkerne wegschütten und die Kerne gut ausspülen. (Phytinsäure kann weg.) Dann die Cashewkerne im Mixer zu einem Brei pürieren.
Hinzu kommen jetzt die restlichen eingeweichten Datteln. Das süße Wasser erst mal aufbewahren.
Kakao- und Carobpulver dazugeben.

50 g Kakaobutter und 80 g Kokosöl sanft im Wasserbad bei unter 42 Grad Celcius verflüssigen und auch in den Mixer geben.

Vanille und Apfelessig dazu und alles zu einer cremigen Masse verarbeiten. Bei Bedarf noch etwas süßes Dattelwasser schlückchenweise hinzugeben. Was davon übrig bleibt, mische ich mir unter den Tee oder in andere Getränke.

Die zähe Schokocreme sollte zu diesem Zeitpunkt langsam und von alleine auf den Boden fließen. Mit dem Spatel kann man etwas nachhelfen.

Dann kommt die Torte in den Kühlschrank und darf hier für 5 bis 8 Stunden auf den Verzehr warten. Durch den Kokosöl-Anteil wird die Torte schnittfest und Reste sollten deswegen auch bald wieder dorthin zurück. Ein bis zwei Tage danach ist sie auch noch verzehrbereit. Wer es bis dahin nicht geschafft hat, sie aufzuessen, kann sie lieber rechtzeitig einfrieren. Es wäre ja sonst viel zu schade um die guten Zutaten.

Guten Appetit!

Was Naturfriseure und Haarpraktiker leisten

 

Heute war ich endlich bei einer Naturfriseurin. Bis vor anderthalb Jahren wusste ich auch noch nicht, dass es „so etwas“ gibt. Ich erfuhr davon in einem anderen Rohkostblog. Wie cool ist das bitteschön: eine verantwortungsbewusste Alternative zum kommerziellen und chemieüberlasteten Mainstream.

Eigentlich hatte ich mich ja mit der Rohkost beschäftigen wollen, begann aber gleichzeitig auch, darüber nachzudenken, ob ich weiterhin meine Haare chemisch färben wollte.

Wenn ich schon meine Haare chemiefrei (Roggenmehl-Wasser-Gemisch und Apfelessig-Spülung) wasche, bringt es doch nichts, wenn ich sie mit Chemie färbe. Ich suchte mir ein Natur-Produkt auf rein pflanzlicher Basis aus, mit dem ich seither meine Haare erfolgreich färben kann. Gleichzeitig ist diese Haarfarbe auch eine regelmäßige Kur für die Haare.

Was ich nun brauchte, war ein neuer Haarschnitt. Also gab ich bei einer großen bekannten Suchmaschine „Naturfriseur“ ein und wurde fündig. Sie nennen sich manchmal auch Haarpraktiker. Da die Nachfrage immer größer wird, habe ich 2 Monate auf meinen Termin gewartet.

Wer zum ersten Mal zu einem Naturfriseur geht, ist meistens schon in großer Not. Herkömmliche chemische Haarfärbemittel haben zu Allergien, Hautausschlag und Haarausfall geführt. Hier leisten die Naturfriseure große Missionarsarbeit in ihrem Anamnesegespräch.

Sie schaffen das Bewusstsein dafür, was die Menschen sich und ihren Körpern zuführen. Was sie essen, wie sie leben, wie sie sich pflegen.

Im Vorfeld hatte ich schon erzählt, wie ich meine Haare wasche und pflege. Ich war überrascht, dass diese Naturfriseurin mir anbot, mein „Shampoo“ mitzubringen. Alternativ hätte ich die Haare auch zuhause waschen und dann zu ihr kommen können.

Ich entschied mich dafür, auch einmal ihr Angebot zu testen. Allein schon der Friseursalon ist anders als man es kennt. Entspannungsklänge im Hintergrund, alternative Bücher und Zeitschriften und eine Einrichtung aus Holz und angenehmen Farben. Diese Haarpraktikerin ist gleichzeitig Farbberaterin. Sie hat mich gefragt, welche Farbe mein Umhang heute haben soll. Ja, wirklich! In ihrem Schrank hängen Friseurumhänge in allen Farben!

Während der Haarschneideprozedur wollte ich mehr wissen. Sie ist ausgebildete Friseurin und hat vor ca. 13 Jahren auf komplette Natur-Produkte umgestellt. Aber sie darf zum Beispiel keinen Azubi einstellen, weil im Lehrplan der Ausbildung auch Dauerwellen und Chemiehaarfarben durchgenommen werden. Diesen Teil des staatlich und IHK-vorgegebenen Inhaltes kann (und möchte) sie nicht anbieten.

Nachwuchs in dieser Branche kann also nur von klassisch ausgebildeten Friseuren kommen, die umdenken und umsatteln. Die Nachfrage nach alternativen Friseuren wird immer größer. Ihr Umsatz steigt insbesondere in den letzten Jahren immer mehr an und manche Kunden warten sehr lange auf ihren Wunschtermin.

Und wen ich nun inspirieren konnte, sich auch um seine Haare bewusster zu kümmern, der kann hier nachschauen, wo sein nächster Natufriseur ist:

http://www.naturfriseursuche.de/

Keimlinge und Sprossen – einfach mal anfangen

Sprossen und Keimlinge auf unserer Fensterbank

Immer, wenn wir Besuch bekommen, staunen unsere Gäste über die vielen Gläser mit Keimlingen und Sprossen vor unserem breiten, sonnigen Küchenfenster.

Seit mehr als einem halbem Jahr frühstücken mein Mann und ich Sprossensalate. Kein Brot oder Brötchen, kein Müsli, keine Cornflakes. Für Viele ist das unvorstellbar und hört sich gar nicht lecker an. Naja, bei uns hat die Umstellung auch zwei Jahre gedauert. Nach und nach sind wir das unnötige, pappsatte Gefühl nach dem Essen von stärkehaltigen Bäckereiprodukten, Kartoffeln, Nudeln oder Reis losgeworden. Wir empfinden es schon als unangenehm und es liegt uns schwer im Magen. Noch dazu haben wir danach recht schnell wieder Hunger. Schließlich haben die Zellen keine Nährstoffe bekommen und wollen neue Nahrung.

Inzwischen wollen wir auf den morgendlichen Sprossensalat nicht mehr verzichten. Er sättigt gut, macht wach und bringt viel Energie. Wir sind absolut von Geschmack, Inhalt und Wirkung dieser vitalstoffreichen und lebendigen Nahrung überzeugt. Zumal wir uns auch nach Tagesbedarf und Tageslaune unterschiedliche Kräuter und Gewürze hineinmischen können.

Irgendwann hatte ich mal mit einem Keimglas angefangen und Mungbohnenkeimlinge gezogen. Ca. 100 Gramm tat ich in ein Keimglas und übergoss es am Abend mit Filterwasser. Am nächsten Morgen waren die Samen größer und das Wasser leicht grünlich geworden. Ich habe es abgegossen und die Samen so lange gespült, vielleicht 2-3 mal, bis das Wasser klar war. Ab da habe ich die Samen zwei mal pro Tag, also morgens und abends gespült. Immer so nach Gefühl zwei bis vier mal, bis das Wasser jeweils wieder klar war. Mungbohnen keimen schon ziemlich schnell und man darf sie nach 2 Tagen schon essen. Spätestens nach 6 oder 7 Tagen sollte die Portion aber konsumiert sein, weil sie sich dann schon lila verfärben und die ersten Blätter kommen.

Buchweizen hat eine Besonderheit. Hier ist viel Stärke drin und die macht das Wasser nach einer Nacht zu zähflüssigem Schleim. Da muss man also viel länger spülen, bis die Stärke ausgewaschen ist. Auch an den nächsten drei bis vier Tagen ist das so. Jedes Mal ist die Flüssigkeit echt schleimig. Witzig dazu finde ich ja dieses Video hier von Roh-Vegan-Am-Limit.

Nacktgerste enthält Gluten. Auch das trübt das Wasser am Anfang sehr. Hier warte ich auch mindestens vier Tage, bevor wir davon essen. Das Schöne ist, irgendwann entsteht dann schon das hochwertvolle Gerstengras! Das kann dann sogar in den Smoothie :-).

Als Basis für die Salate verwenden wir am liebsten Berglinsen, Kichererbsen, Mungbohnen, grüne Erbsen und alle Linsensorten. Getoppt und verfeinert wird dann mit den Samen von Gerste, Buchweizen, Broccoli, Bockshornklee, Mariendistel und oder Kürbiskernen.

Natürlich kann man auch alle Getreidesorten mal versuchen, wobei ich die Sprossen da schon ziemlich lange wachsen lassen würde, damit da möglichst kein Gluten mehr drin ist. Für unsere selbstgemachten Knäcke nehmen wir zum Beispiel das Einkorn.

Ich habe damals nur ein Keimglas gekauft. Denn auch andere Konservengläser oder die von Kokosöl funktionieren mit dem grünen Abtropfsieb. Dieses Sieb schraube ich von Glas zu Glas, wenn ich spüle.

Ich hoffe, meine Ausführungen helfen Euch ein bisschen weiter und ermutigen Euch, das Ziehen von Sprossen mal selbst zu versuchen.

Schickt mir gern Eure Erfahrungen oder Fragen an: derahaeffekt@freenet.de

Eure Johanna

Rohköstlicher Frischkäse-Ersatz – Ein Freudenfest für unsere Mikroflora

Vrischkäse aus Sauerkraut

Ich liebe Käse! Die Konsistenz, die Würze, das Salzige … Es fällt mir schwer, zu widerstehen.

Seit wir vor zwei Jahren mit der Umstellung unserer Ernährung begonnen haben, hat sich aber wieder viel bei uns getan.

Am Anfang verzichteten wir einfach nur auf Kuh-Produkte und stiegen auf Bio-Ziegenkäse um. Wir bezogen eine Weile leckere Produkte hier: www.Ziegenkaeserei-sondermann.de. Sie versenden auch, wenn man per E-Mail nachfragt, einige Sorten per Post.

Seit einiger Zeit wissen wir aber  auch, dass Käse ein sehr säurebildendes, essbares Etwas ist. Darum reduzieren wir ganz bewusst den Verzehr.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich in einem kurzen Gespräch mit Gisela Bayer die Inspiration für rohköstlichen Vrischkäse erhielt.

Nimm Sauerkraut oder anderes fermentiertes Gemüse. Wir hatten zum Beispiel ganz viel Zucchini im Sommer in eigener Salzlake fermentieren lassen. Später fanden wir aber die Konsistenz der Zucchinistückchen zu weich und darum eignen sich hervorragend gut als Grundlage für dieses Projekt.

Solch fermentiertes Gemüse enthält eine Vielzahl an gesunden Milchsäurebakterien, die der Mikroflora im Darm zu mehr Ausgleich, Aufbau und Gesundheit verhelfen. Insbesondere bei kranken Menschen oder nach der Einnahme von Antibiotikum.

Würzen kannst Du nach Belieben mit Muskat, Brühpulver, Hefeflocken, Bockshornkleesamen, Pfeffer, Paprika, was Dir einfällt. Beim Salz wäre ich erstmal vorsichtig. Es ist ja durch die Salzlake schon sauer-salzig.

Auch Möhrenraspeln oder Kürbisstückchen passen ganz gut.

Wer es etwas lieblicher mag, tut Mandel- oder Erdnussmus hinzu. Experimentiert einfach mal herum. Falls es doch zu flüssig geworden ist, helfen Flohsamenschalen oder Chiasamen zum Andicken.

Alles zusammen wird püriert und hält sich eine ganze Weile im Kühlschrank als Aufstrich. Bei einer größeren Menge kann ich auch Gläser einfrieren, um auf Nummer sicher zu gehen.

Wir nutzen ihn für unser rohköstliches Einkorn– oder Leinsamenknäcke. Manchmal wird er einfach so gelöffelt oder als Dip für anderes rohes Gemüse wie Möhren genommen.

Hmmmm lecker!

Stand: Februar 2017

Rohköstlicher Lebkuchen

Rohköstlicher Lebkuchen

 

Es eröffnen nun die ersten Weihnachtsmärkte und wir freuen uns über Lebkuchen.

Um sie getreidefrei und rohköstlich herzustellen, nehme ich das Grundrezept von den Leinsamen-Knäcke, Nussplätzchen oder den Einkorn-Knäcke, und füge einfach nur das Lebkuchen-Gewürz, Carob und ein Süßungsmittel hinzu.

Kakao geht auch, enthält aber Theobromin mit koffeinähnlicher Wirkung und zum Süßen gönnen wir uns je nach Bedarf Honig, Birkenzucker oder Ahornsirup.

Für den Pfiff habe ich rohe Cashew-Schokocreme gemacht. Zwei Tassen rohe Cashew-Kerne über Nacht einweichen – wegen der Phytinsäure.

Diese mit Carobpulver und Birkenzucker süßen und zu einer Creme im Mixer pürieren.

Meine letzten Lebkuchen waren im Teig etwas dicker. Ich habe sie nicht trockenhart gedörrt. So konnte ich sie in der Mitte schneiden, Schokocreme draufstreichen und wieder zudecken.

Meine großen und kleinen Tester beim Kindergartenfrei-Saar-Lorraine-Treffen fanden diese Lebkuchen lecker und ich hoffe, Ihr auch 🙂

November 2016

SPROSSENSALAT – köstlich, heilsam, medizinisch

sprossensalat

 

Ok, wir sind immer noch auf dem Rohkost-Trip. Neulich sah ich dieses Video von Marlon im Interview mit Patrick Strobach.

Da hat es mich inspiriert und bestärkt, es noch intensiver mit den Sprossen zu versuchen. Gerade jetzt in der beginnenden Winterzeit kommt es mir als eine wunderbare, kostengünstige Alternative zum häufigen Wochenmarkt-Einkauf vor. Ich kann die Samen und Keimlinge in getrocknetem Zustand bevorraten und nach Bedarf zum Leben erwecken.

Unsere Küchen-Fensterbank sieht inzwischen auch ziemlich voll aus mit all den Gläsern voll mit Sonnenblumenkernen, Linsen, Kichererbsen, Mungbohnen, Buchweizen usw…

(Erste Nacht in Filterwasser einweichen lassen, am nächsten Morgen abspülen und dann täglich morgens und abends durchspülen. Je nach Sorte bilden manche Samen schon am 2. Tag die ersten Keime. Je länger man sie wachsen lässt, um so grüner wird es. Aber nach dem 5. oder 6. Tag essen wir sie dann spätestens.)

Wer ohne Fruchtzucker auskommen möchte, lässt Obst weg, andernfalls kann eine kleine Menge saures Obst (Apfel, Kiwi, Erdbeere) mit in den Sprossensalat. Beachte aber:  Zuviel Fruktose durch Obst und besonders Trockenobst kann bei vielen Menschen eine Übersäuerung des Körpers herbeiführen. Bei jahrelanger saurer Ernährung erleiden einige Menschen irgendwann Symptome von Arthritis, Rheuma und Arthrose.

Wir würzen mit Rohkost-Öl, Pfeffer, Salz, Kurkuma, Knoblauch, 1 Messerspitze Boswellia-Pulver (Weihrauch hilft bei Arthritis und Entzündungen).

Hefeflocken auf Melassebasis machen das noch würziger und käsiger.

Und da ich ja auch viele Tinkturen mit Apfelessig angesetzt habe, kommt noch ca. 1 TL bis 1 EL Tinktur nach Wahl oder kinesiologischem Muskeltest hinzu.

Voilà, fertig ist das lebenswärmende Nährstoffpaket zum Frühstück, Mittag oder Abend.

 

Leinsamen Rohkost Knäcke Cracker

Rohköstliche Leinsamenknäcke – süß oder herzhaft

Leute, ich nehme mir die Zeit, um gesundes Essen mit Nährstoffen zu machen. Meine Familie testet immer mit und gibt mir Feedback. Die würzig-scharfe Variante ist hier der Favorit und ersetzt sogar bei unseren Gästen die allabendliche Chipstüte!

Die Zubereitung finde ich ziemlich zeitsparend.

Abends fülle ich ein oder zwei Tassen halb mit Leinsamen und den Rest mit Wasser. Über Nacht quellen die Leinsamen und nehmen das Wasser auf.

Am nächsten Tag kann ich diese Menge im Mixer zu einem dicken, klebrigen Brei pürieren.

Eigentlich kann man dies so schon verarbeiten. Ich verbrauche hier aber noch eingefrorene Mandeltrester, die bei unserer Mandelmilch übrig bleiben. Die werden auch über Nacht aufgetaut.

Als Gewürze funktioniert dann alles, was beliebt. Süßes wie Ahornsirup oder Herzhaftes wie pürierte Reste, die bei der Herstellung unseres natürlichen Antibiotikums abfallen. Pfeffer, Salz, Curry, Brühpulver.

Neulich habe ich sogar mal Wildkräuter hineingetan. Dann werden es tolle „Heilknäcke-Stückchen“ :-).

Diesen dicken Brei streiche ich auf das Backblech und schneide sofort die Portionen. Denn, wenn das Ganze erst mal durchgetrocknet ist, ist an Durchschneiden nicht mehr zu denken!

Wer ein Dörrgerät hat, nutzt das. Alternativ kommt der Backofen bei ca. 40 Grad oder 50 Grad mit offener Tür in Frage. Ja, der Stromverbrauch mag dabei höher sein. Wobei ich gelesen habe, dass er bei Umluft geringer ist als bei Ober-Unterhitze und bei niedrigen Temperaturen auch niedriger als bei hohen Backtemperaturen ist.

An heißen Sommertagen klappt das Trocknen auch draußen in der Sonne wunderbar.