Unser Besuch auf dem Ziegenhof

Danke, André Stern für diesen Vortrag und das Buch: „Und ich war nie in der Schule“. Jetzt handeln wir noch viel selbstbewusster und natürlicher. Es ist uns auch nicht (mehr) unangenehm, wenn unser Sohn die Welt – in diesem Fall – den Ziegenhof – erkunden möchte.
Wir lassen ihn und geben ihm die Zeit, die er braucht, um dies ausgiebig zu tun.
Das bedeutet, Geduld zu haben, bis er eine Buchseite von alleine umblättert, oder im Zoo am liebsten nur bei einem Gehege bleiben möchte. Wir drängeln nicht, um weiter zu gehen. Auch freuen wir uns, wenn er die Menschen, die vorbeigehen oder dort arbeiten, anspricht. Er wird warmherzig und respektvoll behandelt und wir freuen uns darüber.
Neulich war es wieder soweit. Wir hatten Lust auf Käse und einen kleinen Frühlingsausflug mit den ersten Sonnenstrahlen. Ein Besuch auf dem Ziegenhof ist für unseren Süßen das Größte und so fuhren wir los.

Zuerst gingen wir in den kleinen Verkaufsladen. Die Ziegenbäuerin lies uns an ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben. Wir lernten wieder ein bisschen mehr über den Käse. Zum Beispiel gibt es im Winter ja neue Ziegenbabys, die wir uns auch später im Stall anschauen und sogar streicheln durften! Weil diese die Muttermilch benötigen, gibt es in der Zeit keinen frischen Käse.

Macht aber nichts, der Käse kann ja soooo lange reifen! Er braucht mindestens 4-5 Wochen. Je länger er reift, umso fester und würziger wird er. Wir durften einen 9-Jahre-alten Bioziegenkäse probieren! Überhaupt darf man dort vor Ort sowieso erst mal probieren, bevor man kauft.

Wenn da ein Haltbarkeitsdatum drauf steht, dann nur, weil die EU das vorschreibt. Aber im Grunde ist solch ein Käse ewig haltbar.

Auch lernten wir, dass die Kräuter (z.B. Bochshornklee oder Brennessel) im Käse vorher ca. 2-3 Stunden abgekocht werden müssen, da sie ansonsten den Käse verderben würden. Also ist das allenfalls was für den Geschmack, aber nicht so für die Nährstoffe.

Naja, dass Ziegenkäse frei von Laktose ist, wussten wir schon.

Auf jenem Bauernhof leben auch Schweine – riesengroße Muttersäue haben wir gesehen! Und die grunzen so toll!

Der Hofhund lies sich von uns streicheln, so friedlich war er.

Dann kam noch der Bauer mit dem Traktor angefahren, Gülle von einem Lager zum nächsten bringen. Er fragte sofort, ob unser Sohn mal mitfahren möchte.

Alles in Allem war es mal wieder ein gelungener Ausflug für die ganze Familie, den wir gern bald wiederholen.

 

März 2015

 

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