Selbstgemachte Kräutertinkturen aus der Natur

Tinktur eingießen

Echt, wie einfach, gesund und günstig! Ich meine, dass das echt jeder machen kann…

Aber halt, in meinem ganzen Umfeld bin ich die Einzige. Früher habe ich noch nicht mal was von Heil- und Wildkräutern und Tinkturen gewusst!
Inzwischen bin ich auf der Erkenntnisstraße hier angekommen.
Wir haben unseren ersten Frühling in Frankreich – in unserem neuen Heim – verbracht. Es ist der reine Wahnsinn, wieviele unterschiedliche Wildkräuter ich in den letzten Monaten kennenlernen durfte. Dazu habe ich mir diverse Youtube-Videos angeschaut. Zwei davon findest Du ganz unten und wenn Du magst, kannst Du ja an dieser Stelle selbst weiterrecherchieren.
Hier auf unserem Gelände ging es auf jeden Fall richtig ab. Löwenzahn, Ackerschachtelhalm, Schafgarbe, Klee und Brennessel waren die essbaren Kräuter, die ich schon kannte. Aber dann kamen Vogelmiere, Gundermann (Gundelrebe), Oregano, Storchenschnabel, Knoblauchsrauke, Johanneskraut, Breitwegerich, Spitzwegerich, Sauerklee und noch mehr. Ich fragte jeden, der uns besuchte, ob er dieses oder jenes Kraut kennt. Dabei verließ ich mich darauf, dass ich immer genau zum richtigen Zeitpunkt auch das Kraut entdeckte, was gerade für meine Familie und mich wichtig war.
Es kommen all diese Wunderkräuter in unseren täglichen grünen Smoothie und ich bin begeistert von der wunderbaren und belebenden Wirkung.
Dann erfuhr ich von der Möglichkeit, die Heilwirkung in Tinkturen zu konservieren und auch für winterliche Monate verfügbar zu machen. Also gab ich im Internet die Suchbegriffe wie zum Beispiel: „Gundermann Tinktur“ ein. Und das machte ich nach und nach mit jedem Kraut, dass gerade aktuell wuchs und mir in den Blick fiel. Nach Wolf-Dieter Storl bekommt immer dann eine Pflanze meine Aufmerksamkeit, wenn ich deren Bedarf habe. „Der Garten spricht mit mir.“ Das war schon manchmal verblüffend. Zum Beispiel wuchs die ganze Zeit schon der Breitwegerich auf der großen Wiese. Aber ich nahm ihn kaum wahr. Eines Tages sah ich NUR NOCH Breitwegerich dort und schon hatte die Pflanze meine volle Aufmerksamkeit. Sofort setzte ich eine Tinktur an.
Es ist wirklich so einfach. Man nehme ein Glas mit Schraubdeckel (Honigglas, Joghurtglas, Einweckglas) und fülle es mit den Pflanzenteilen, die man möchte oder braucht. Das können Wurzel, Blätter und oder Blüten sein. Zuvor mache ich mich jedes Mal im Internet schlau und entscheide dann nach persönlichem Bauchgefühl. Es soll ja eine Heilwirkung für meine Familie und mich haben – für dieses morphogenetische Feld.
Dann übergieße ich hochprozentigen Alkohol oder Bio-Apfelessig. Letztere Variante mag ich im Moment lieber, weil ich unserem Kind keinen Alkohol zumuten möchte – auch nicht in minimalen Tinktur-Dosen. Außerdem ist der Apfelessig selbst ja schon heilkräftig und geschmacklich fein.
Alle Pflanzenteile müssen in der Flüssigkeit verschwinden, bevor der Deckel zugeschraubt wird und ein kleines Etikett drauf kommt. Hier schreibe ich das Kraut, Apfelessig und das Sammeldatum auf – gern auch noch den Sammelort.
Dieses Glas kann nun im kühlen, dunklen Bereich für 4-8 Wochen vor sich hin reifen. In dieser Zeit gibt die Pflanze ihre Heilwirkung in den Apfelessig hinein. Danach seihe ich die Kräuter ab und habe eine fertige Kräutertinktur. Nun kann ich sie tropfenweise bis teelöffelweise in ein Glas Wasser oder als Zutat in einen Salat geben und ohne Medikamente heilen.

 

 

Marlon von http://www.rawfuture.com

Silke Leopold

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